Auch heute noch glaubt die Mehrheit in der "gebildeten" westlichen Welt, daß unser Planet quasi eine tote Steinkugel sei, die nach mechanischen Gesetzen durchs All wirbelt. In der Wissenschaft kommt diese mechanisierte Uhrmachersicht zwar bedingt durch neue Einsichten aus den Quanten- und Chaostheorien ins Wanken, doch leider schlagen diese Einsichten noch nicht auf die Allgemeinheit und schon gar nicht auf die Führungsschicht von Politik und Wirtschaft durch. Im Gegenteil - hier wird verstärkt und dabei verzweifelt nach absoluter Kontrolle und Organisation der Gesellschaft gestrebt. Alles soll in bester Bauklötzchen-Ordnung sein. Aber funktioniert diese mechanistische Denkweise heute noch? Auf unserem Planeten leben ca. 6.950.000.000 Menschen, Technik und Menschen sind global übers Internet verknüpft, die Wirtschaft arbeitet global, alle Ereignisse und Tätigkeiten haben globale Auswirkungen und entspringen diesen zugleich. Die Komplexität läßt nicht zwischen Aktion und Reaktion, Ursache und Wirkung unterscheiden. Alles Geschehen ist nicht die Summe von Einzelaktivitäten (oder die Aneinanderreihung von Bauklötzchen) sondern entspringt einem "Wechselspiel" des Ganzen. Es findet ständig eine aktive Kommunikation im Ganzen statt. Die Erde selbst und auch die menschliche Gesellschaft in ihrer heutigen Komplexität (nur als ein Teil des Ganzen) unterliegen dem natürlichen Prinzip der Selbstorganisation. Dabei bilden sich evolutionär oder spontan Strukturen, die den jeweiligen Bedingungen und den ganzheitlichen Zielen entsprechen. Kommunikation und Organisation weisen auf Leben im Ganzen. Die Erde ist keine tote Steinkugel. Gaia lebt. Gaia als Name (die griechische Erdgottheit) steht für ein sich selbst regulierendes System - den lebenden Planeten als Ganzes! Wir Menschen und unsere Gesellschaft sind nur ein Teil des Ganzen und wir sind nur ein Gast. Das Gastrecht - das hat Gaia.
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